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Bistumshaus

Geschichte des Bistumshauses

Gebäude Heinrichsdamm 32

Bistumshaus

Aus einem im Oktober 1914 ausgeschriebenen Architektenwettbewerb ging als Sieger der Nürnberger Architekt Ludwig Ruff hervor. Seine ersten Entwürfe verfolgten neubarocke Formen. Durch den Ersten Weltkrieg und seine Folgen war das Projekt des Neubaus lange Zeit auf Eis gelegt, Im Jahr 1925 beauftragt Erzbischof Jacobus den Architekten Ruff zur Vereinfachung seiner Pläne - um Kosten zu sparen. Aus diesen ökonomischen Zwängen heraus entwickelte sich schließlich eine Offenheit für die moderne Architektur, wie wir sie heute vorfinden. Der Erzbischof erläuterte dazu auf der Diözesansynode im Jahr 1926: „Dabei zeigte sich, dass das Projekt architektonisch gar nichts verlor. Zudem sollte das Bauwerk in seiner Einfachheit ein Denkmal der schweren Zeit sein, in der es entstand."
Am Fest des heiligen Kaisers Heinrich, dem 13. Juli 1928, wurde das neue Seminargebäude eingeweiht. Es war ausgelegt auf 86 Alumnen, ca. 100 Schüler im Knabenseminar und ungefähr 20 Schwestern in der Klausur, zuständig für die Haushaltsführung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg musste das Gebäude wieder erweitert werden. Grund dafür war einerseits die starke Nachfrage nach dem Priesterberuf, andererseits der Wunsch nach Unterbringung in Einzelzimmern, auch für die beiden ersten Studienjahre, welche die Studenten bislang in Schlaf- bzw. Studiersälen verbracht hatten.
Ab Mitte der 90er Jahre brachen die Zahlen sowohl im Priesterseminar als auch im Knabenseminar Ottonianum drastisch ein. Außerdem musste der Schwesternkonvent im Haus mangels Nachwuchs aufgelöst werden. Im Jahr 1999 wurden das Ottonianum geschlossen und die letzten Schwestern abgezogen. Das Gebäude benötigte nach über 70 Jahren eine Generalsanierung und die zukünftige Nutzung war zu überdenken. So zog das Priesterseminar im Jahr 2001 erneut zu den Karmeliten um, diesmal in die Räume des Theresianums beim Kloster St. Theodor, und das Seminargebäude am Heinrichsdamm wurde von Grund auf erneuert.
Heute sind in den Räumen des ehemaligen Knabenseminars Ottonianum zwei Hauptabteilungen des Erzbischöflichen Ordinariates untergebracht (Pastorales Personal und Schule) sowie die Tagungsräume des Bildungshauses und weitere diözesane Einrichtungen (Medienzentrale, Heinrichsverlag, Diözesanstelle Berufe der Kirche, Missionsreferat, Erwachsenenbildung, Kath. Landvolkbewegung, KEG). Im Wohnflügel des Priesterseminars befinden sich die Studenten- und Gästezimmer. Unter der Hauskapelle liegt die theologische und katechetische Bibliothek.